Dienstag, 6. Juni 2017

Zweiter Fredelsloher Rosentag Sonntag, 18. Juni 2017




Zweiter Fredelsloher Rosentag Sonntag, 18. Juni 2017


15:00 Uhr Rosenspaziergang durch Fredelsloh, Treffpunkt beim Rosengarten vor der Klosterkirche

In Fredelsloh gibt es vielfältige Rosen zu bestaunen, unter anderem die hundertjährige Rose, eine Alba-Rose, die sicher schon sehr alt ist. Ein Kurzweiliger Rundgang mit vielen Informationen zu Sorten, Arten, Heilwirkung und Pflege der Rosen. Die Führung wird gestaltet von Jörg Krüger, der sieben Jahre als Verkaufsgärtner in einer Rosenbaumschule gearbeitet hat.

Im Anschluss gibt es Rosen-Prosecco und Rosenbowle zu verköstigen (alkoholfrei).


17:00 Uhr Klosterkirche Fredelsloh: Liebe.Luther.Rose

Autorin Tina Wilms liest Gedichte und Texte zu Rosen, zu Luther und zur Liebe.
Einige der Texte hat Jan von Lingen vertont und stellt sie vor.

Sonntag, 14. Mai 2017

Texte und Töne in Fredelsloh am 28. 5. 2017: Konzert mit Klaus der Geiger





Am Sonntag, 28. Mai um 17:00 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh:

Überraschungskonzert Klaus der Geiger und Gäste

Klaus der Geiger, deutsche Straßenmusik-Legende, spielt und singt nicht nur bei Demos, auf der Straße und in Konzerten, sondern gibt auch Musik- Workshops.
Das Konzert ist der Abschluss eines solchen Musik-Improvisations-Workshops, den Klaus der Geiger vom 25. bis 28. Mai anleitet. Aus dem Ausschreibungstext: „Wir trainieren Improvisation und Zusammenspiel, sowie Songs und Instrumentals, die von den Workshop-Teilnehmern eingebracht werden und die wir in der kurzen Zeit einigermaßen konzertreif hinkriegen! Was Stimmlage und Instrumentarium angeht: Es geht alles!“
Eintritt frei, um Spende wird gebeten.
In Kooperation mit dem Bildungswerk Leben und Umwelt (BLU) e. V., Alte Schule Fredelsloh, gefördert durch die Hedi-Kupfer-Stiftung, Fredelsloh.


Freitag, 12. Mai 2017

Weder "Rose" noch "Weide": Weidenröschen



Wilde Küche im Frühjahr: Junge Triebe vom schmalblättrigen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) wie Grünspargel zubereitet: Viel (!) Olivenöl in einen Bräter, dazu Rosmarin, Knoblauch und Zitronenscheiben, salzen, und im geschlossenem Topf im Ofen bei 180° ca. eine halbe Stunde garen. Dazu Baguette, undbedingt lecker!

Das Weidenröschen ist weder eine Rose, es gehört zu den Nachtkerzengewächsen, noch wächst es auf Weiden, sondern eher an Waldrändern und auf Waldlichtungen (oft Erstbesiedler nach Kahlschlägen). Die "Weide" im Namen bezieht sich auf die Blätter, welche den Blättern der Weide ähnlich sind. 

Der Pflanze werden allerlei Heilwirkungen zugeschrieben, besonders bei Prostatproblemen. Die jungen Triebe schmecken roh leicht säuerlich und ergeben ein spargelähnliches Gemüse. In der obigen Zubereitung ein echter Genuss. Doch in Kürze sind die Triebe lang unnd begonnen zu verholzen. Also jetzt wäre einmal die rechte Zeit, sie zu sammeln. . .

Dienstag, 25. April 2017

1. Mai: „hexen, fliegen, unsterblich sein“ - Gedenkfeier für Andrea Rausch




Am 16. 02. 2017 verstarb die Malerin
ANDREA RAUSCH
in Fredelsloh.

Zum Abschiednehmen treffen sich ihre Freundinnen und Freunde am
01. 05. 2017
                                                             ab 15:00 Uhr
                                                             in der Alten Schule Fredelsloh

Um ihr Werk zu erhalten, bitten wir um eine Spende auf das Konto der HEDI KUPFER STIFTUNG, FREDELSLOH
Kto-Nr. DE 48 2626 1693 0029 6520 00

Montag, 3. April 2017

Kräuterspaziergang in Fredelsloh am 23. 4. 2017

Bachminze

Am Sonntag, dem 23. 4. 2017 ist wieder einmal so weit: Wir veranstalten einen Kräuterspaziergang in und um Fredelsloh. 

Kräuter für die Küche und Hausapotheke

Treffpunkt ist um 11:00 Uhr in der Alten Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 2
 
Der Spaziergang dauert ca. 1 1/2 Stunden. Bitte festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung mitbringen. Im Anschluss gibt es einen Kräuterimbiss in der Alten Schule. Kinder sind willkommen. 

Kosten: Um eine Spende für die Alte Schule und einen Kostenbeitrag für den Imbiss nach Selbsteinschätzung wird gebeten. 

Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 05555 / 522 wäre nett

Leitung: Jörg Krüger, Gärtner und Pädagoge aus Fredelsloh. "Kräuterwanderungen biete ich nun schon seit Anfang der neunziger Jahre an, zuerst für die VHS Bremerhaven und Bremen, später auch im Botanischen Garten Bremen, in der dortigen Heilpflanzenabteilung. Meine Ausführungen beschränken sich auf die Anwendung der Kräuter für kulinarische Zwecke und zur Linderung der kleinen Wehwehchen im Alltag".






 

Sonntag, 26. März 2017

Wilde Küche: Pikante Eichel-Waffeln

Heutige Fundstücke im Walde: Vorgekeimte Eicheln



Heute war es endlich so weit. Ich konnte ein Vorhaben verwirklichen, welches mich schon lange umtreibt: Mit Eichelmehl etwas zubereiten. Immer wieder hatte ich den Zeitpunkt verpasst im Herbst, Eicheln zum Verarbeiten zu sammeln. Letztes Jahr war es ganz dumm gelaufen, hatte ich doch eine ergiebige Sammelstelle ausgemacht, begann am darauf folgenden Tag eine lange Frostperiode.



Eicheln wurden in Vorzeiten von vielen Völkern gegessen. Ich habe einiges an Informationen darüber gesammelt. Bevor der Mensch die Eichenfrüchte den Säuen vorwarf, aß er sie selber. Erinnert sich doch Telemach, der Sohn des Odysseus, bei den schmutzigen Bergbewohnern des Peloponnes, diesen „Eichelfressern“, gewohnt zu haben. Plinius geht in der Einleitung zum 12. Buch seiner im 1. Jahrhundert verfassten Naturkunde sogar noch weiter: „Die Früchte der Steineichen waren die erste und ursprüngliche Nahrung der Menschen...“. Die Eiche galt als Symbol eines längst vergangenen „goldenen Zeitalters“, als „die Felder in Gemeinbesitz waren und die Fülle gleichbleibend war und es weder Leiden, noch Krieg, noch Zerstörung gab“.

Auch bei Indianischen Völkern in Nordamerika standen Eicheln hoch im Kurs, und in Spanien gibt es eine essbare Eichelsorte, die nicht einmal entbittert werden muss. Ansonsten müssen Eicheln, um genießbar zu werden, nach dem Mahlen lange in fließendem Wasser liegen, um die reichlich vorhandenen Gerbstoffe auszuwaschen.
 Oder aber man lässt die ankeimen. Während des Aufbaus des Keimlings wird ein hoher Anteil der Bitterstoffe verbraucht. Ich selber hatte schon einmal die Erfahrung gemacht, dass angekeimte Eicheln kaum noch bitter schmecken, und dann sogar „geknabbert“ werden können.



 Eigentlich hatte ich den heutigen Sonntag, der wirklich seinem Namen Ehre machte und sehr sonnig und warm war, nutzen wollen, um einmal alle Stellen zu besuchen in der Umgebung, an denen Speisemorcheln wachsen könnten, vom Habitat her. Doch leider ist es hier noch nicht so weit, es braucht wohl noch ein paar Tage Wärme.



Doch fand ich im Walde Eicheln, welche sich gerade anschickten, Wurzeln zu schieben. Die Schale war aufgeplatzt, und das helle Fruchtfleisch sichtbar und oft leicht gerötet. Sie ließen sich leicht aufsammeln, und schnell hatte ich fünfhundert Gramm zusammen, mit denen ich experimentieren konnte. Zu Hause in der Küche: Das Schälen der Eicheln ging flott, und die braune Haut ging gleich mit. Mit einem scharfen Messer konnte ich leicht die manchmal vorhandenen schwarzen Stellen entfernen. Ich hatte gelesen, dass Eicheln oft angeröstet werden, bis die Schale aufplatzt, da sie so leichter zu schälen sind (und nicht wegen des Geschmackes). Das war bei meinen Fundstücken nicht notwendig.


Nach dem Schälen
 
Nach dem Schälen vermahlte ich sie in der Küchenmaschine zu groben Mehl. Dieses probierte ich das erste Mal, und es wahr nicht bitter, sondern hinterließ nur ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge, was davon zeugte, dass noch ein Rest der Gerbstoffe vorhanden waren. Da die Tanine wasserlöslich sind, weichte ich das Mehl eine Stunde in Wasser ein, und seihte es danach durch ein Tuch: Das reichte, um es einwandfrei zu machen.

Eichelmehl
 
Eichelmehl hat keine Klebstoffe, und so mischte ich es zur Hälfte mit Weizenvollkornmehl und stellte aus dieser Mischung einen einfachen Waffelteig her: Zu 1 kg Mehlmischung halb und halb noch sechs Eier und Milch, bis der Teig rührfähig war. (Ich benutze weder Fett noch Backpulver für Waffelteig). Da ich pikante Waffeln zubereiten wollte, und da es nun einmal wilde Waldküche war, gab ich keinen Zucker dazu sondern eine gute Menge Bärlauchsalz. Dann den Teig noch einmal ca. eine halbe Stunde ruhen lassen, und das Waffelbacken konnte beginnen.



Die fertigen Waffeln rochen angenehm nussig, und schmeckten ziemlich neutral (abgesehen von der Bärlauchnote). Da ich noch Petersilienpesto vorrätig hatte, fand sich die passende Begleitung. Fazit: Lecker und auch bekömmlich, ich werde weiterhin mit Eicheln experimentieren, es scheint recht lohnenswert zu sein. Vor allem, da Eicheln sehr nahrhaft sind.






Montag, 20. März 2017

Auf Anfang

Gefüllt blühendes Buschwindröschen




              Auf Anfang

Wenn hinter den Bergen die Sehnsüchte schweigen
     und sich vor dir das weite Meer sonnensatt
         von Horizont zu Horizonte dehnt,
als ein Spiegel die blauen Himmel trinkend,

und du, von langer Reise ermattet,
    vor den Blüten der großen Mutter kniest,
        deine Seele ganz Auge,
schauend das liebliche Gelb des Scharbocks,

und du, von langer Reise ermattet,
    den seligen Morgen begrüßt,
         deine Seele ganz Ohr,
lauschend dem Frühlingsliede der Amsel,

und du, von langer Reise ermattet,
    die Hände in den Staub senkst, dass er Erde werde,
         deine Seele ganz tastende Hand,
mit zärtlicher Leichtigkeit den Spuren der Zeit folgend,

und du, von langer Reise ermattet,
    das erste zarte Grün umarmst wie einen lange vermissten Freund,
          deine Seele ganz lüsterne Nase,
zwischen allen Mauern Blütendüften folgend,

und du, von langer Reise ermattet,
     einen dunkelrot funkelnden Wein im Glase,
          deine Seele ganz Zunge,
erspürend die trockenen Hügel der Weinstöcke,

und die langen Wellen des Atems der großen Mutter um dich
     und deine Wellen schwingen sich ein
           und erstaunt lauscht Du den Melodien,
die aus deinem Munde kommen. . .


Die Tage meiner Sehnsucht sind gezählt!